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LED Beleuchtung für Industrie und Gewerbe - was gilt es zu beachten?

Leuchtenhersteller haben ihre Produkte Richtung LED ausgerichtet und altbekannte Leuchtmittel werden zunehmend in den Hintergrund gedrängt.

Eine gute Beleuchtungsplanung soll den anspruchsvollen Anforderungen in der Industrie genügen, die Sicherheit erhöhen, die Produktivität und das Wohlbefinden der Mitarbeiter steigern und dennoch wirtschaftlich sein.

Lichtkonzepte müssen her – mit oder ohne LED?

Im Grundkonzept für Hallenbeleuchtungen werden die Mindestanforderungen einer flächigen horizontalen Beleuchtung aus Arbeitsstättenrichtlinie (ASR A 3.4) oder Normen (z.B. DIN-EN 12464-1) berücksichtigt, bei besonderen Situation wie in Hochregalen werden Konzepte erforderlich, die eine gute vertikale Ausleuchtung der Regalfronten bei größtmöglichem Leuchtenabstand gewährleisten.

Hier gilt es aus dem breiten Produktangebot von Leuchten für die Einzel- oder Lichtbandmontage mit verschiedenen Abstrahlcharakteristiken durch Linsen und Reflektoren zu wählen, wie breitstrahlend für die Fläche, tiefstrahlend zur Überwindung großer Raumhöhen oder auch engstrahlend für die Ausleuchtung in Hochregallagern.

Marketingaussagen der Leuchtenhersteller, dass mit einer LED-Beleuchtungsanlage 50% Energieeinsparung im Vergleich zu einer konventionellen Beleuchtung erreicht werden, haben sich in den Köpfen von Kunden und Planern manifestiert.

Es ist unbedingt anzuraten, einige Produktdetails kritisch und unbedingt im jeweiligen Kontext zur Anwendung zu betrachten, um sich für- oder auch gegen ein LED-Lichtkonzept entscheiden zu können, denn bekannte Begriffe werden zwar verwendet, sind aber nicht vereinheitlicht!

Leuchtenlichtausbeute

Hier ist nicht die nominale Modullichtausbeute der LED-Chips sondern wie im Wort schon enthalten, die Lichtausbeute der Leuchten zu benennen, die dann als Effizienzangabe mit der Systemleistung in lm/ W genannt werden kann. In den Produktangaben der Hersteller wird dies so vielfach nicht gemacht.

Lebensdauer

Häufig wird die Lebensdauer (Lx By) nicht mit der Zeit bis zum Totalausfall einer LED-Leuchte definiert, sondern wie viel Prozent der LED-Leuchten (y) nach der angegebenen Betriebsdauer einen Lichtstrom von x Prozent des Neuzustands unterschreiten. So bedeutet »L80 B10 = 50.000h« statistisch gesehen nach 50.000h das Unterschreiten oder den Ausfall von 10% der LED und dass die Leuchte als Ganzes betrachtet einen Lichtstrom von 80% des Ausgangszustandes der kompletten Leuchte gewertet noch erreicht.

Wichtig zu wissen:

Diese Aussage gilt bei Umgebungstemperatur von +25°C und beinhaltet keine Angaben zum Ausfall. Zudem beruht sie nicht auf Messungen über reale Betriebszeiten, sondern auf zulässigen Berechnungen nach IES TM-21-11. Hersteller können beliebige Werte der Grenzwerte für den Lichtstrom (x) und den Prozentanteil der Leuchten (y) wählen. So wird ein monetärer und technischer Vergleich der Produkte untereinander erschwert, weil beispielsweise Angaben wie L80B50 bei 40.000h oder L70B10 bei 30.000 h erlaubt sind.

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